Kartoffeln einlagern und aufbewahren

Zu den am meist verzehrten Nahrungsmittel in deutschen Haushalten gehört die Kartoffel. Die Kartoffel ist ein Grundnahrungsmittel.

Nicht nur komplette Gerichte wie Kartoffelauflauf oder Kartoffelsuppe kann man aus ihr herstellen, sie eigenet sich auch in Form von Püree, Salat, Salz- oder Pellkartoffel als Beilage.

Es gibt mehr als 5.000 Sorten der Kartoffel, oder des Erdapfels, Grumbeere oder Kantüffel. Die Kartoffel hat viele Namen, alle meinen aber das Gleiche. In allen Formen, Größen und Farben wird die Kartoffel geerntet und bereits seit mehr als 8.000 Jahren angebaut.

Einlagerung der Kartoffel

Hatte man früher extra kühle und dunkle Kartoffelkeller, in den man die Knolle zentnerweise einlagern konnte, kann man diese heute praktischerweise in jedem Supermarkt in 2 kg-Beuteln kaufen.

Da aber mittlerweile viele Hobbygärtner wieder verstärkt die tolle Knolle anbauen, hier nun 11 Tipps zur richtigen Einlagerung:

  1. Der ideale Aufbewahrungsort ist immer noch ein trockener und kühler Raum. Auch wenn die Kartoffel kühl gelagert werden soll, auf keinen Fall für längere Zeit in den Kühlschrank legen, da dort nur wenig, bis gar keine Luftzirkulation besteht.
  2. Gerade dann, wenn im Kühlschrank Temperaturen unter 4 Grad C vorkommen, verwandelt sich die in der Kartoffel enthaltene Stärke in Zucker und lässt diese sehr süss schmecken.
  3. Der Lagerungsplatz der Kartoffel sollte wirklich trocken sein, da eine zu hohe Luftfeuchtigkeit diese schimmeln oder faulen lässt. Auch eine Plastiktüte ist nicht dazu geeignet, Kartoffeln aufzubewahren.
  4. Da im Inneren der Tüte die Luftzirkulation verhindert wird, beginnen die Kartoffeln zu schwitzen und dann zu faulen und schimmeln. Davon betroffene Knollen sind ungenießbar und sollten entsorgt werden.
  5. Deshalb auch nach dem Einkaufen, in Plastik gekaufte Kartoffeln bitte umlagern.
  6. In einer luftigen, mit Zeitungspapier ausgelegten Kiste, in einem Leinensack, Tontopf, Weidenkorb oder in einer großen Schüssel ohne Deckel. sind die Kartoffeln viel besser aufgehoben.
  7. Auch bei in einer Kiste gelagerten Kartoffeln passiert es, dass es angefaulte Exemplare git. Diese dann aussortieren, da sonst die Fäule auch auf die anderen übergreift.
  8. Die ideale Lagertemperatur von Kartoffeln liegt zwischen 4 und 12 Grad. Dunkel, trocken, kühl und luftig sind die optimalen Bedingungen. Bei zu hohen Temperaturen beginnen die Knollen zu keimen.
  9. Bei zu kühlen Temperaturen zersetzt sich die Stärke in Zucker.
  10. Eine dunkle Speisekammer ist ideal zu Lagerung, denn werden Kartoffeln über längere Zeit Licht ausgesetzt, bildet sich der giftige Stoff Solanin. Auch bei geschälten rohen oder Kartoffeln welche Druckstellen oder Frostschäden aufweisen, steigt der Solaningehalt leicht an, da dies von der Kartoffel, zur Bekämpfung von Fäulniserregern produziert wird.
  11. Von der Lagerung zusammen mit Obst wird ebenso abgeraten, da Äpfel, Bananen, Pflaumen, Birnen, und Pfirsiche, ätherischen Öle (Ethylen) absondern, die das Austreiben und Schrumpeln der Kartoffeln begünstigen.

Kartoffeln einfrieren

Rohe Kartoffeln sollte man auf keinen Fall einfrieren, da die Zellstruktur durch das gefrierende Wasser zerstört wird. Nach dem Auftauen sind diese unansehnlich und schmecken ebenso widerlich. Bereits vorgekochte Kartoffeln, im Ganzen oder in größeren Stücken, als Salz oder Pellkartoffeln, kann man einfrieren. Nach dem Auftaten einfach als Kartoffelsuppe, Auflauf oder auch Bratkartoffeln verwenden.

Als Zubereitung für Babynahrung ist es nicht empfehlenswert, eingefrorene Kartoffen zu verwenden, ebenso wenig wie für Kartoffelbrei.

Optimal ist es, fertige Kartoffelgerichte zu kochen oder auch aus blanchierten Kartoffeln, Stäbchen für Pommes zu schneiden und diese dann einfrieren.

Geschälte Kartoffeln kann man auch mal einen Tag lang im Wasser liegen lassen und dann erst kochen.